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Kautsch

Virtuoser Tanz um die «Kautsch»
Körperlich virtuos, eigen im Stil und inhaltlich höchst spannend. Schrepfer entwickelte eine tänzerische Körpersprache, die überall und unmittelbar verstanden wird. Ihr gelingt es zudem, wirkungsvoll Musik einzusetzen und mit einfachen wie raffiniert ausgeleuchteten Bühnenbildern eine dynamische Beziehung zu Körperbewegungen zu schaffen.
(Fridolin, Swantje Kammrerecker)

Eigenwilliger Synchrontanz
Die Namen: Loose, Speedy und Either verweisen auf ihre Eigenschaften. Schlaff, rastlos und anspruchsvoll agierten die Tanzenden, wobei die Positionen nicht stur eingehalten wurden. Sie versuchten zu imponieren, prallten gegeneinander, bleiben aneinander hängen oder sprangen sich förmlich an, bis daraus gar eine Umarmung entstand.
(Neue Zuger Zeitung, Christoph Cramer)

Knatsch um Kautsch
Die Rezensentin kam am Mittwoch zu spät und verpasste die ersten 20 Minuten vom Vergnügen: ein Jammer. "Kautsch" ist gut, und von einer guten Sache kann man ja bekanntlich nie genug kriegen.
Solche Explosion der Kulissen setzten den stärksten Entspannungsakzent in einer Choreographie, die gekonnt und in kluger dramaturgischer Reihung mit Spannungsbögen arbeitet. Lachen kommt und vergeht, doch getragen ist Schrepfers Kautsch-Geschichte stets von subtilem tänzerischem Humor.
Und nachdem also die Lichtzelle explodierte, steuert der Abend auf seinen virtuosen tänzerischen Höhepunkt zu: ein Pas de trois ohne Sichtkontakt. Mit Trennwänden haben sich die drei Knatschliesen voneinander abgegrenzt und vollführen nun eine geniale Körperpercussion, unterbrochen von Ausbruchs- und Kommunikationsversuchen. Der raffinierte Wechsel von Simultanität und Abweichung in dieser Szene bereiten reinstes Sehvergnügen.
(St. Galler Tagblatt 2001, Christine Zimmermann)

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